Venenspezialist
Pyoderma gangraenosum
Eine venöse Insuffizienz gilt als häufigste Ursache für die Entwicklung eines offenen Beins (Ulcus cruris) – mehr als die Hälfte aller Patient*innen mit offenem Bein leiden an einer Venenschwäche.
Neben einer Verlegung von Schlagadern („Arterien“) kommen viele weitere Ursachen für die Entwicklung eines offenen Beines in Betracht. Eine seltenere, aber durchaus wichtige Differentialdiagnose stellt das so genannte „Pyoderma gangraeonsum“ dar.
Hierbei kommt es zum Auftreten von schmerzhaften Wunden an den Beinen (oder auch anderen Körperstellen). Die Wunden treten vorwiegend im Bereich von zurückliegenden Verletzungen auf – ein Phänomen, welches als „Pathergie“-Phänomen bezeichnet wird.
In der Diagnostik spielt die Entnahme einer Hautprobe eine wichtige Rolle. Die genaue Ursache dieser Erkrankung ist bis heute nicht bekannt – man geht aber von einer Überreaktion des Immunsystems im Bereich der Haut aus.
Daher werden als Therapie dieser eher seltenen Ursache eines offenen Beins verschiedene Formen der Immunsuppresion eingesetzt.